Wie ist es als Azubi in einem „echten“ Projekt zu arbeiten?

Wie ist es als Azubi in einem echten Projekt zu arbeiten?

Als Azubi Software entwickeln – was bedeutet das eigentlich wirklich? Eine Ausbildung als Fachinformatiker zu beginnen ist das eine, aber dann irgendwann in einem „echten“ Softwareentwicklungsprojekt mitzumachen ist das andere… Wie ist das? Wie läuft das ab? Was ist wichtig? Worauf muss man achten?

Ich bin Laurin und mache bei eck*cellent IT eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Seit eineinhalb Jahren arbeite ich im Rahmen meiner Ausbildung in genau so einem „echten“ Projekt: THEO2.0 – unsere unternehmensinterne Zeiterfassungs- und Controllingsoftware.

THEO wurde 2008 zur internen Nutzung entwickelt. Die Zeiterfassungssoftware basierte auf Django, einem Python Web-Framework. Mittlerweile ist die Software veraltet, hat große Performanceprobleme und ist wenig anwenderfreundlich. Aus diesen Gründen wurde eine neue Software benötigt und die Entwicklung von THEO2.0 startete. Bereits in THEO konnten die Mitarbeiter*innen Arbeitsstunden auf Projekte buchen, Urlaube und Krankmeldungen einreichen und der Vertrieb konnte z.B. die Budgets für deren Projekte einstellen. Darüber hinaus gab es noch weitere Controlling-Funktionen, sowie eine Kundenverwaltung.

THEO2.0 ist eine Single-Page-WebApp und wird als agiles Projekt nach SCRUM entwickelt. Die verschiedenen Aufgaben des Systems werden als Microservices realisiert. Das Frontend basiert auf Angular mit Typescript und im Backend wird ein hauseigenes Java-Framework genutzt, welches Spring Boot ähnelt, es aber um viele wichtige Funktionen erweitert.

Was mache ich als Azubi bei THEO?

Das Entwicklungsteam von THEO2.0 besteht zurzeit aus 5 Softwareentwicklern*innen. Hauptsächlich bin ich mit der tatsächlichen Entwicklung des Systems beschäftigt. Während meiner Zeit im Projekt habe ich schon an Frontend, Backend und der Datenbank gearbeitet, also als Fullstack-Entwickler. Zusätzlich nehme ich an allen projektspezifischen Terminen wie z.B. den Refinements teil und organisiere unsere Clean-Code-Sessions.

Wie ist es bei THEO?

Der Einstieg in das Projekt THEO war eine Herausforderung. Es ist ein großes Projekt, viele Details und Funktionalitäten musste ich mir am Anfang selbst und mit Hilfe meines Coaches erarbeiten. Vor allem die ersten Bug-Tickets eigenständig zu bearbeiten, war eine riesige Aufgabe. Die meiste Zeit benötigte ich für die Analyse eines Tickets. Nach Überwinden dieser Einstiegshürde macht es dafür aber richtig Spaß. Die Aufgaben sind fordernd, aber nicht überfordernd, da man erfahrene Entwickler*innen an seiner Seite hat, die einen jederzeit unterstützen.

Durch regelmäßige Code Reviews und die von mir organisierten Clean-Code-Sessions wird uns Azubis im Projekt immer wieder die Zeit und Gelegenheit gegeben, die eigenen Programmierkenntnisse zu verbessern.

Zusätzlich hat jeder Auszubildende einen Coach an seiner Seite, mit dem die aktuellen Aufgaben wöchentlich durchgesprochen werden und von dem es Feedback zum geschriebenen Code gibt. Die Coaches sind darüber hinaus aber auch jederzeit für uns Auszubildende erreichbar, auch wenn es mal nicht um Fragen zur täglichen Arbeit geht.

Werden Azubis in einem produktiven Projekt ernst genommen?

Am Anfang sind die meisten Auszubildenden sehr zurückhaltend, da die Erfahrung zu den besprochenen Themen fehlt. Nach der Eingewöhnungsphase – ist bei dem einen länger, bei dem anderen kürzer – kann aber jeder bei allem mitreden und niemand stuft die Meinung oder Anmerkungen eines Auszubildenden schlechter ein, nur, weil man noch nicht so erfahren ist. Dazu ist es gut für das Selbstbewusstsein, wenn einem bereits als Azubi komplexe Aufgaben zugetraut werden.

Fazit

In einem produktiven Projekt, wie THEO2.0 zu arbeiten ist für mich eine tolle Erfahrung. Auch wenn der Einstieg manchmal holprig und das Projekt fordernd ist, hat man durch die Praxisnähe einen hohen Lerneffekt. Ich habe während meiner Zeit bei THEO2.0 unglaublich viel gelernt, was mir auch in Zukunft in anderen Projekten helfen wird. Ich bin froh, in einem großen, produktiven Projekt zu arbeiten, anstatt mir Wissen mühsam über Lernprojekte anzueignen.

Hast du auch Interesse, dich über die Ausbildungsmöglichkeiten bei uns zu informieren? Hier findest du immer die aktuellen Ausbildungsplätze im Überblick: www.eckcellent-it.de/jobs/

 


https://eckcellent-it.de/2019/03/27/lernen-im-team-ausbildung-bei-eckcellent-it/

https://eckcellent-it.de/2019/07/03/duales-studium-bei-eckcellent-it/

https://eckcellent-it.de/2019/08/14/auf-die-plaetze-fertig-app/

twittern
teilen
teilen
mitteilen
E-Mail
Laurin Mittelstaedt

Laurin Mittelstaedt

Softwareentwicklung